Schutz und Hilfe aus der Luft
Ein Staat muß nicht nur auf dem Boden, sondern auch in der Luft wehrhaft sein. Das besorgen unsere Luftstreitkräfte. Sie orten, identifizieren und drängen gegebenenfalls eindringende Flugzeuge ab oder zwingen sie, wenn nötig, auch zur Landung. Für den Ernstfall sind unsere Abfangjäger mit "Sidewinder" - Luft-Luft-Raketen - ausgerüstet.
Durchaus sehen lassen kann sich das System, in das unsere Abfangjäger eingebettet sind und das in seiner Gesamtheit es dem Bundesheer ermöglicht, Österreichs Lufthoheit zu bewahren. So leistet unser Radarsystem "Goldhaube" hervorragende Dienste bei der Luftraumüberwachung. Es ist zugleich ein Instrument, das ein gezieltes Führen der Jets ermöglicht und das weiters auch die Voraussetzung bietet, im Neutralitäts- oder Verteidigungsfall die Zivilbevölkerung rechtzeitig vor einfliegenden Flugzeugen zu warnen. Das ist einmal die "Bodenseite" der Luftstreitkräfte, die auch die Fliegerabwehr - die strategisch wichtige Räume und Objekte gegen Angriffe aus der Luft schützt - umfaßt.
Für den Schutz in der Luft ist vorgesorgt. Unsere Abfangjäger "Draken" sind bestens für die Luftraumüberwachung geeignet, und sie haben ihre Bewährungsprobe in der Jugoslawien-Krise bestanden. Weiters sind die Luftstreitkräfte mit Jagdbombern, Transport-, Aufklärungs-, Verbindungs- und Schulungsflugzeugen ausgestattet.
Selbstverständlich verfügt das Österreichische Bundesheer über Hubschrauber, denen auch eine enorme zivile Bedeutung zukommt. Die Hubschrauber der Luftstreitkräfte stehen permanent bereit, um nach Unglücksfällen, etwa im Hochgebirge, Menschenleben zu retten.
Für "normaldienende" Soldaten ist eine Verwendung bei den fliegenden Verbänden (Staffeln) nur in Form von Hilfsdiensten im Bereich des Normdienstes (Administration) und der Technik möglich.
Voraussetzung für die Verwendung bei den Staffeln in Fliegerwerften sind einschlägige Berufsausbildungen wie metallverarbeitende Berufe, Elektroniker, HTL-Absolventen, Vermessungstechniker und ähnliche Berufe. Einen weiteren Verwendungszweig gibt es bei der Fliegerabwehr, zum Beispiel im Bereich des Geschützpersonals.
Allerdings: Für die spezielle Ausbildung zur Radarbedienung ist eine Längerverpflichtung vorgesehen.
Fliegerabwehr
Da die Fliegerabwehrtruppe ihre Aufgaben in fast allen Bereichen mit elektronischen Geräten erfüllt, sind besonders Soldaten mit technischer Ausbildung und Kenntnissen in Datenverarbeitung jederzeit willkommen.
Deine Ausbildung
Wie bei allen anderen Waffengattungen steht auch hier die "Allgemeine Basisausbildung" an erster Stelle:
* Allgemeiner Gefechtsdienst
* Waffen- und Schießdienst
* Körpergrundausbildung
* Exerzierdienst
* Selbst- und Kameradenhilfe
Wenn Du die militärischen Grundtechniken beherrschst, erfolgt die technische Ausbildung für die Geschütz-, Lenkwaffen- und Radarbedienungen.
Deine Verwendung
* Fliegerabwehr-Kanonier
* Fliegerabwehrlenkwaffenschütze
* Flugmelder:
beobachtet den Luftraum und meldet Flugobjekte über Funk.
* Fernmelder:
stellt die Fernmeldeverbindung bei der Fliegerabwehr über große Entfernungen her.
Die Luftstreitkräfte bilden auch aus:
* Kraftfahrer
* Kraftfahrzeug-, Radar- und Fernmeldemechaniker
* Waffenmeistergehilfen
* Sanitäter
* Versorgungssoldaten
* ABC-Abwehrdienst
* Simulatorgehilfen
