Ganz vorne mit dabei!

(c)Bundesheer


Dort, wo es "brennt", ist sie zur Stelle, die Jägertruppe. Diese Waffengattung ist das Bollwerk und Rückgrat unserer Armee. Aus gutem Grund. Schon wegen unserer landschaftlichen Gegebenheiten könnte ein möglicher Aggressor seine hochtechnisierten Einheiten nicht entsprechend einsetzen, sondern müßte auf vorwiegend infanteristisch kämpfende Truppen zurückgreifen. Und diesen kann das Österreichische Bundesheer seine hervorragend ausgebildeten, äußerst beweglichen Jägerbrigaden entgegensetzen. Der Jäger selbst kämpft zwar mit leichten Waffen und erhält dadurch eine enorme Beweglichkeit, er wird aber durch modernste schwere und schlagkräftige Infanteriewaffen aus den Brigaden unterstützt. So etwa durch die Panzerabwehrlenkwaffe "Bill 2000" und den schweren Granatwerfer.

Die Jägertruppe, die mit rund 33.000 Mann den zahlenmäßig größten Anteil der Kampftruppen hat, wird für ihre unterschiedlichsten Aufgaben speziell ausgebildet.

So werden jene Soldaten, die im Gebirge zum Einsatz kommen, einer umfassenden Alpinausbildung unterzogen. Andere wiederum, die im Ernstfall möglichst schnell am Ort des Geschehens sein sollen, erhalten eine Luftlandeausbildung mit Hubschraubern.

Die neue Gliederung des Heeres bringt es mit sich, daß man nun auch von sogenannten "gehärteten Brigaden" spricht. Das sind solche, die mit Radschützenpanzern ausgestattet sind. Dadurch werden vor allem im Flachland die Beweglichkeit und der Schutz der Jäger deutlich erhöht. Darüber hinaus ist das Basiskönnen des Jägers auch Grundstock für die weitere freiwillige Ausbildung für das Jagdkommando oder die Militärstreife

Auch wenn die Jägertruppe den großen Kern des Bundesheeres bildet, sollen Rekruten doch bestimmte Voraussetzungen erbringen, um zu dieser Waffengattung einberufen zu werden. Unabdingbar für Jägersoldaten sind eine gute körperliche und geistige Verfassung, Leistungswille und Einsatzbereitschaft sowie Durchhaltevermögen. Dazu gehören noch Teamgeist, Mut und Entschlossenheit. Und wer sich dann auch noch gerne in der freien Natur bewegt, für den ist die Jägertruppe wie geschaffen.

Deine Ausbildung
In einer viermonatigen Basisausbildung wirst Du auf den Einsatz in der Jägertruppe vorbereitet. Deren Schwerpunkte sind:

* Allgemeiner Gefechtsdienst (Wach- und Sicherungs- dienst, Beobachten und Melden, Gefechtsformen und Stellungsbau)
* Waffen- und Schießdienst (Handhabung der eigenen Handfeuerwaffe sowie Handgranate, Sicherheitsbestimmungen im Umgang mit Waffen)
* Körpergrundausbildung (Erreichung und Festigung der militärisch notwendigen Grundkondition)
* Exerzierdienst (das formale Verhalten als einzelner und in der Gruppe)
* Selbst- und Kameradenhilfe (Bergen von Verletzten mit Erste- Hilfe-Maßnahmen).
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Nach vier Monaten beginnt für Dich die zielorientierte Ausbildung für Deine künftige Funktion in der Jägertruppe.

Verwendung in der Jägergruppe
Sturmgewehr-, Maschinengewehr- oder Scharfschütze Richt- oder Munitionsschütze einer schweren Waffe (z.B. Panzerabwehrlenkwaffe oder Panzerabwehrkanone, Granatwerfer), Funker, Kraftfahrer, Kradmelder, Feldkoch, Truppenpionier, Gefechtsschreiber, Waffenmeister-, Wirtschafts- oder Nachschubgehilfe sowie Kraftfahrzeugmechaniker.

Welche Funktion auch immer Du übertragen bekommst, vor Ende des Grundwehrdienstes wird, wie bei allen Waffengattungen, Dein Können und das Zusammenwirken im Team bei einer Verbandsübung überprüft.

Spezialausbildungen:
Die Jägertruppe ermöglicht Dir auch eine Spezialausbildung als Hochgebirgssoldat und öffnet Dir auch den Weg zu den Spezialeinheiten Jagdkommando und Militärstreife. Als Hochgebirgssoldat wirst Du mit den Besonderheiten des Gebirges als möglichen Einsatzraumes vertraut gemacht. Du durchläufst eine intensive alpintechnische Ausbildung und lernst Dich im Hochgebirge richtig zu verhalten.

Vor allem das Jagdkommando ist ein Eliteverband, der unter schwierigsten Bedingungen Kommandounternehmen zu Lande, zu Wasser und nach Anlandungen aus der Luft durchführt. Im Anschluß an die Basis- und Vorbereitende Kaderausbildung erfolgt in einem zwanzigwöchigen Kurs die Unterweisung in Überlebens-, Spreng-, Nahkampf- und Schießtechniken sowie eine erweiterte Alpin-, Schwimm- und Fallschirmspringerausbildung.

Eine weitere Möglichkeit bietet die Militärstreife. Dafür mußt Du Dich für mindestens zwölf Monate weiter verpflichten, in denen Du auch intensiv in Personenschutz, waffenloser Selbstverteidigung und in der Durchführung von Verkehrskontrollen und Lotsungen ausgebildet wirst