Sanitäter, die Retter in der Not
Intern werden sie oft kurz "Sani" gerufen - die Sanitäter. Ihnen kommt eine über das Österreichische Bundesheer hinausreichende wichtige Rolle zu. Im Katastrophen- wie auch im Einsatzfall betreuen sie alle Verletzten und Kranken - ob Soldaten oder Zivilisten - medizinisch.
Der Sanitätsdienst des Österreichischen Bundesheeres hat auch schon international bewiesen, daß er effizient zu helfen weiß Nach dem Irak-Krieg waren es österreichische Sanitäter, die innerhalb kürzester Zeit im Kurdengebiet ein Feldspital aus dem Boden stampften und vorbildlich betrieben.
Sicherlich muß auch die Bedeutung des Sanitätsdienstes für unsere Landesverteidigung hervorgehoben werden. Denn im Einsatz ist es für die Soldaten von großer Bedeutung zu wissen, daß im Falle einer Verletzung die rasche und fachgerechte medizinische Versorgung gewährleistet ist. Die Sanitäter erledigen die erste Betreuung und sorgen dafür, daß der verwundete Kamerad in ein bestausgestattetes Feldspital oder im Rahmen des integrierten San-Dienstes in ein Zivilspital gebracht wird.
Auch in Friedenszeiten brauchen sich die Sanitätsdienste nicht über Arbeitsmangel zu beklagen. Die "Sani" schauen auf die Hygiene in den Kasernen, sie betreuen die Stellungskommissionen ebenso wie die Krankenreviere, San-Anstalten, die Militärspitäler Graz und Innsbruck und das Heeresspital Wien (Garnisonskrankenanstalten). Jeder Truppenkörper (bis zur Kompanie) hat "seine eigenen" Sanitäter. Was im Zivilen das Rote Kreuz, sind die Sanitäter beim Heer: oft der schnelle Retter in der Not.
Vor allem eines ist bei den Sanitätern oberstes Gebot: der Wille, anderen zu helfen. Die Verwendung als "Sani" erfordert Fitneß, Intelligenz und Bereitschaft zum Dienst am Mitmenschen, auch bis zur eigenen Leistungsgrenze. Bei Übungen etwa ist die erste sanitätsdienstliche Hilfeleistung an verletzten Kameraden eine geistige, emotionale, aber auch körperliche Herausforderung. Wenn Du dazu bereit bist - der Sanitätsdienst braucht Dich.
Deine Ausbildung
Die künftigen Soldaten des Sanitätsdienstes erwartet zuerst die unverzichtbare Basisausbildung:
* Allgemeiner Gefechtsdienst
* Waffen- und Schießdienst
* Körpergrundausbildung
* Exerzierdienst
* Selbst- und Kameradenhilfe
Auf die Ausbildung in den militärischen Grundelementen folgt die sanitätsdienstliche Spezialschulung.
Diese Ausbildung nach modernsten medizinischen Erkenntnissen ist umfangreich, sie schließt mit zivil anerkannten Prüfungen ab und bietet im Falle einer längeren Verpflichtung auch im Privatleben Aufstiegschancen.
Verwendungen und Ausbildungen bei den Sanitätsdiensten
* Sanitätsgehilfe
* OP-Gehilfe
* Ordinationsgehilfe
* Militärassistenz- oder Feldarzt:
Mediziner nehmen im Grundwehrdienst an einem von der Ärztekammer anerkannten Notarztkurs teil und werden dann als Militärassistenz- oder Feldarzt eingesetzt.
Auch für Nichtmediziner kann eine längere Verpflichtung beim Sanitätsdienst durchaus interessant sein. Die Ausbildung zum Sanitätsunteroffizier erfolgt in der Sanitätsschule in Wien- Stammersdorf und in zivilen Spitälern. Sie schließt mit zivil anerkannten Prüfungen zum staatl. geprüften Sanitätsgehilfen ab.
