Von der Versorgung hängt alles ab
Wer schaut darauf, daß das Bundesheer zur richtigen Zeit am richtigen Ort die richtige Munition, die notwendige Verpflegung, die erforderlichen Ersatzteile bekommt? Klar, die Versorgungstruppe. Und ohne funktionierenden Nachschub läuft überhaupt nichts. Weder im Frieden noch im Ernstfall. In jeder Situation findet sich für die Versorgung ein umfassendes Betätigungsfeld. Diese Truppe ist dem jeweiligen Aufgabenbereich entsprechend untergliedert.
Ob im Frieden oder im Ernstfall, die Soldaten wollen gut verpflegt und ordentlich bekleidet sein. Darum kümmert sich der Wirtschaftsdienst, dem auch die Abwicklung der finanziellen Angelegenheiten übertragen ist. Im Frieden und im Ernstfall braucht das Heer Munition und Betriebsmittel (wie etwa Treibstoff). Dafür trägt der Feldzeug- und Nachschubdienst die Verantwortung. Nicht zuletzt müssen - im Frieden wie im Ernstfall - auch die Gerätschaften des Österreichischen Bundesheeres fachmännisch in Schuß gehalten werden. Auch das fällt in den weitgefaßten Zuständigkeitsbereich der Versorgungstruppe, die für die technische Materialerhaltung und für die Instandsetzung einen Technischen Dienst unterhält.
Die Versorgung schaut eben darauf, daß unser Österreichisches Bundesheer jederzeit einsatzbereit ist, um schützen und helfen zu können.
Eine berufliche Vorbildung, wie eine kaufmännische Lehre oder der Abschluß der Handelsschule, ist für die Verwendung in der Versorgungstruppe, insbesondere beim Nachschub- und Feldzeugdienst, sicherlich von Vorteil. Wer sich für den Technischen Dienst interessiert, der sollte bereits über einschlägige Kenntnisse (z.B. als Mechaniker) verfügen. Es ist freilich nicht so, daß Wehrmänner nur Fachwissen einbringen, sie profitieren auch von ihrem Dienst im Bundesheer. Die beim Bundesheer erlernten Fähigkeiten sind im Zivilberuf bestens verwertbar.
Deine Ausbildung
Die Soldaten der Versorgungsdienste werden vor der Schulung in den Spezialbereichen der Basisausbildung unterwiesen:
* Allgemeiner Gefechtsdienst
* Waffen- und Schießdienst
* Körpergrundausbildung
* Exerzierdienst
* Selbst- und Kameradenhilfe
Weil die Versorgung engstens mit der Truppe verknüpft ist, findet die fachliche Weiterausbildung der Versorgungssoldaten vielfach bei den Einheiten statt.
* Verwendungen bei den Versorgungsdiensten
* Wirtschaftsgehilfe:
kaufmännische Vorbildung gefragt
* Feldkochgehilfe:
mit abgeschlossener Lehre als Koch, Bäcker, Fleischer oder Konditor
* Gefechtsschreiber:
mit Maschinschreib- und EDV-Kenntnissen
* Nachschubgehilfe:
kaufmännische Vorbildung erwünscht, aber nicht unbedingt erforderlich
* Kraftfahrzeugmechanikergehilfe oder Panzermechanikergehilfe:
mit abgeschlossener Lehre als Kfz-Mechaniker
* Pioniermechanikergehilfe:
mit abgeschlossener Lehre als Schlosser oder Schmied
* Fernmeldemechanikergehilfe:
mit abgeschlossener Ausbildung im elektrotechnischen Bereich
* Waffenmeistergehilfe:
mit abgeschlossener Lehre als Büchsenmacher, Schlosser oder Maschinenschlosser
